Tour de France 2013

3 Juli, 2013 - 15:33 | von Robin Schulz | Spieletest

Tour de France 2013

Der Manager im Test

Neben der Konsolenversion „Tour de France 2013: 100th Edition“ gibt es auch die Managervariante für den PC! Wir haben das gute Stück für euch getestet!

Passend zur 100. Tour de France erscheint neben dem bekannten „Tour de France 2013: 100th Edition“ für die Heimkonsolen auch das PC-Spiel „Pro Cycling Manager - Le Tour de France 2013“. Wir haben uns auf das virtuelle Zweirad geschwungen und unsere Truppe angetrieben.

Ihre Erfahrung mit dem Konsolentitel haben Robin und Nicole bereits in unserem Test deutlich zum Ausdruck gebracht und auch wenn ihre Wertungen etwas auseinander liegen, so sind sie sich doch einig, dass der Titel nur was für echte Fans ist. Ähnlich sieht es da mit der Managervariante aus…

Was, wie, wo und vor allem: Warum?

Der Einstieg in Managerspiele war noch nie leicht und wird es auch nie sein. Auch beim „Pro Cycling Manager“ seid ihr im ersten Moment von Tabellen und Zahlen erschlagen. Diese Dinge helfen euch zwar im späteren Spielverlauf und sichern auch eine nötige Komplexität, sind aber zu Beginn eines solchen Spiels eher abschreckend nervig. Zu Beginn Entscheidungen treffen, dessen Auswirkungen nicht wirklich klar sind, ist kein schöner Einstieg. Es kann gut und gerne eine Stunde ins Land gehen, bis alle Dinge einmal angeklickt und durchgelesen sind. Eigentlich möchte man doch nur eine Etappe fahren und das „Spiel“ sehen.

Aber auf der Verpackung steht Manager und das versucht der Titel auch mit aller Gewalt durchzusetzen, als wäre Manager das Synonym für „Spaßfreie Zone“…

  

Hier war ich doch gerade schon mal?!

Die technische Umsetzung der 3D-animierten Etappen hält sich genauso in Grenzen wie das anfängliche Verständnis für all die bunten Tabellen. Wo die Racing-Konsolenvariante schon ordentlich Punkte verliert, fallen dem Manager die Prozentwertungen für die Grafik in großen Haufen aus den Taschen. Es sieht einfach nicht gut aus und die Etappenstrecken wirken hinzu noch sehr ähnlich. Alle 2 Minuten geht es durch die gleiche langweilige Stadt und über den gleichen langweiligen Hügel.

Hardcore-Stratege oder Hobby-Manager?

Aber ein echter Manager schaut sich die Rennen ohnehin nicht an, Tabellen, Zahlen und Gehälter sind die Dinge die zählen. Und nun lässt sich natürlich streiten, ob das positiv oder negativ ist. Der Hardcore-Stratege wird sich über all die Möglichkeiten und feinen Abstimmungen von Geldern und Strategien freuen. Der Hobby-Manager wird möglicherweise bereits nach wenigen Stunden das Handtuch werfen, weil er nicht zurechtkommt.

Wie bewertet man das Spiel also? Für das was auf dem Cover steht und was es sein möchte, nämlich eine Managementsimulation, ist das Spiel durchaus gelungen und auf einem hohen Niveau. Die Lizenzen und die Tatsache, dass dieser Manager der Einzige für diese Sportart ist, machen das Spiel aber dennoch sehr interessant. Für den Radsportfan, der seine eigene Truppe zu einem schnellen Erfolg führen möchte, könnte das Spiel erschreckend kompliziert sein. Jedem Käufer sollte es bewusst sein, dass er hier keine leichte Kost für zwischendurch bekommt!

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